Die circa 1200 Einwohnerinnen und Einwohner zählende Gemeinde Prosselsheim umfasste eine Gemarkungsfläche von rund 200 Hektar, welche die drei Ortsteile Prosselsheim, Püssensheim und Seligenstadt beinhaltet.
Prosselsheim
In Prosselsheim befindet sich das Rathaus der Gemeinde. Die „ehemalige Amtskellerei“ wurde nach Plänen von Balthasar Neumann gebaut und lange Zeit als Schule genutzt. Heute wird der zweigeschossige Mansardwalmdachbau aus dem Jahr 1760 mit geehrten Fensterrahmungen und dem Wappenstein des Fürstbischofs von Sinsheim nicht nur als Rathaus genutzt, sondern ist auch ein sehenswertes Gebäude für alle Besucherinnen und Besucher der Ortschaft.
Auf einer horizontalen Achse zum Rathaus Prosselsheim befinden sich zwei weitere Wahrzeichen der Gemeinde – das Brunnenhaus aus dem 18. Jahrhundert und die katholische Pfarrkirche St. Barholoäus. Sehenswert ist außerdem der nebenan liegende, zur Kirche gehörende Bibelgarten.
Zu weiteren Orten mit historischem oder lokalkulturellem Wert führt der Kulturweg Prosselsheim.
Püssensheim
Püssensheim wurde am 1. Juni 1971 der Gemeinde Prosselsheim eingegliedert. Alle gemeinschaftlichen Einrichtungen des Ortes sind um eine alte, riesengroße Linde angesiedelt. Dazu zählt die Kirche Allerheiligen und das Gemeindehaus, an welches der Musikverein und das Feuerwehrhaus angrenzt. In das Gesamtbild bettet sich auch der alte, historische Dorfbrunnen ein.
Hier findet alljährlich im Juli das bekannte Lindenblütenfest statt.
Seligenstadt
Der Ortsteil Seligenstadt – bestehend aus Seligenstadt und Gut Seligenstadt, gehört seit mehreren Jahrhunderten zur Gemeinde Prosselsheim. Auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsflugplatzes hat sich die Firma KWS Saat SE & Co. KGaA, ein Pflanzenzüchtungs- und Biotechnologie-Unternehme niedergelassen.
In Gut Seligenstadt befindet sich das heute größte Gut Bayerns mit rund 600 Hektar Ackerfläche. Der Gutshof Seligenstadt wird vom Juliusspital Würzburg in Eigenregie betrieben.
Seligenstadt ist bei vielen auch durch den dort ansässigen Bahnhof bekannt.